- Gemäß der Klassifikationsgesellschaft DNV entsprechen das Design und die Entwicklung des MUM Demonstrators (Modifiable Underwater Mothership) den Klassenvorschriften für autonome unbemannte Wasserfahrzeuge.
- Das AiP markiert einen wegweisenden Meilenstein im Zulassungsprozess großer autonomer unbemannter Wasserfahrzeuge und bildet die Grundlage für zukünftige Vorhaben und Produkte.
- Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben MUM2 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.
Kiel, 7. Mai 2026 – TKMS hat einen bedeutenden Meilenstein im Bereich autonomer unbemannter Wasserfahrzeuge erreicht: DNV erteilte dem MUM Demonstrator ein Approval in Principle (AiP) und bestätigt damit offiziell, dass dieser nach der DNV Klassenvorschrift „Underwater technology“ und der DNV Class Guideline „Autonomous and remotely operated vessels“ konstruiert und entwickelt wurde.
TKMS ist es damit als erstem deutschen Unternehmen gelungen, Design und Entwicklung für ein autonomes unbemanntes Wasserfahrzeug auf Basis der Klassenvorschriften durch ein AiP bestätigen zu lassen. Der skalierbare Demonstrator von 25 Metern Länge und 7 Metern Breite soll 2026 erstmals in See stechen und in speziell entwickelten Szenarien erprobt werden.
„In der Fachwelt gilt die Einhaltung der Klassenvorschriften als eine der anspruchsvollsten Hürden in der Entwicklung autonomer maritimer Systeme. Das AiP markiert somit einen wichtigen Meilenstein, der die Kompetenz unserer Teams über Engineering, Produktion sowie Projektmanagement hinweg bestätigt und die Grundlage für eine ganze Generation autonomer unbemannter Wasserfahrzeuge von TKMS bildet“, sagt Christian Rogge, Head of Operating Unit Submarines bei TKMS.
TKMS hat frühzeitig eine strukturierte Regelkommunikation mit allen relevanten Stellen etabliert und damit maßgeblich zum Aufbau eines amtsübergreifenden Zulassungsablaufs für autonome unbemannte Wasserfahrzeuge beigetragen. Kern des Prozesses war die Einbindung von DNV als anerkannte Klassifikationsgesellschaft, dem eine umfangreiche Designdokumentation zur Prüfung übergeben wurde. Das erteilte AiP reicht weit über das MUM2-Projekt hinaus und bildet eine wichtige Grundlage für weitere Vorhaben autonomer unbemannter Wasserfahrzeuge.
TKMS ist für die Koordination des Projektverbunds rund um MUM2 zuständig, zu dem auch die EvoLogics GmbH, die Universität Rostock, die TU Berlin, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) gehören.
Mit der für Ende 2026 geplanten Erprobung des Demonstrators tritt das Vorhaben in seine entscheidende Phase ein. TKMS verfolgt das Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse konsequent in konkrete Kundenprogramme zu überführen und damit die Serienreife autonomer unbemannter Wasserfahrzeuge der nächsten Generation voranzutreiben.